Dr. Catherine Tebaldi
Catherine Tebaldi ist Postdoktorandin im Bereich sprachanthropologischer und digitaler Diskursanalyse am „Culture and Computation Lab“ der Universität Luxemburg, einem Forschungslabor für digitale Kulturwissenschaften. Seit 2025 leitet sie das Projekt „Digital Traditionalism“, das untersucht, wie neue Medien alte Vorstellungen von Sprache, Geschlecht und Nation wiederbeleben. Ab Herbst 2026 ist sie Gastwissenschaftlerin an der Universität Bern (CSLS) und forscht dort zu digitalen Medien, Englisch und reaktionärer Jugendpolitik in der Schweiz.
Forschungsschwerpunkte
Catherines Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Sprache, Gender und Nationalismus. Sie befasst sich mit der Sprache reaktionärer Kulturen, wie beispielsweise der „Tradwives“, der „Öko-Faschisten“ und rechtsextremer Bodybuilder; mit der Art und Weise, wie Konservative sich gegen geschlechtergerechte Sprache in Schulen positionieren; oder damit, wie rechtsextreme Gruppen mehrsprachige Kommunikation nutzen, um transnationale Netzwerke aufzubauen. Außerdem engagiert sie sich aktiv in der öffentlichkeitsorientierten Forschung in Zusammenarbeit mit Schulen, Medien und gemeinnützigen Organisationen, um der Radikalisierung von Jugendlichen entgegenzuwirken.